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Einblicke von Kopfkino

Ratgeber / Briefing

Videobriefing für Agenturen: Die Checkliste für externe Produktionspartner

Vom Kampagnenziel bis zur Freigabe: Mit dieser Briefing-Checkliste übergeben Sie Ihrem Produktionspartner die entscheidenden Informationen.

Kopfkino Video GmbH5 Min. LesezeitStand
Gemeinsame Planung am Bildschirm bei Kopfkino

Einblicke in die Arbeit von Kopfkino

Ein gutes Videobriefing beschreibt Ziel, Zielgruppe, Botschaft und gewünschte Ergebnisse. Dazu kommen Einsatzkanäle, Drehort, Zeitraum und die zuständigen Ansprechpartner. Wenn Sie als Agentur einen externen Produktionspartner einbinden, sollten außerdem Rollen, Kundenkontakt und Freigaben erkennbar sein. Ein fertiges Drehbuch brauchen Sie für eine erste Projektanfrage nicht.
Die folgende Checkliste hilft Ihnen, vorhandene Informationen zu ordnen. Kennzeichnen Sie fehlende Antworten als offen. Eine klar benannte Frage lässt sich gemeinsam lösen; eine stillschweigende Annahme fällt unter Umständen erst während der Produktion auf.

Visuell erklärt

Das Gerüst für ein klares Videobriefing

Diese sechs Angaben verbinden die Idee mit der tatsächlichen Produktion. Offene Punkte können dabei ausdrücklich offen bleiben.

  1. Ziel

    Was soll der Film beim Zuschauer auslösen?

  2. Menschen

    Wen sprechen Sie an, und wer kommt zu Wort?

  3. Botschaft

    Welche Aussage soll hängen bleiben?

  4. Einsatz

    Wo erscheinen Film, Clips oder Fotos?

  5. Rahmen

    Welche Orte, Termine und Unterlagen stehen fest?

  6. Freigabe

    Wer entscheidet und bündelt Rückmeldungen?

1. Was soll der Inhalt beim Zuschauer auslösen?

Beschreiben Sie das konkrete Ziel Ihres Kundenprojekts. Soll jemand ein Produkt verstehen, Vertrauen in ein Unternehmen gewinnen, einen Eindruck von einer Veranstaltung erhalten oder sich mit einer Tätigkeit beschäftigen? Nennen Sie auch den nächsten gewünschten Schritt, etwa eine Kontaktaufnahme oder den Besuch einer Karriereseite.
Trennen Sie dieses Ziel von messbaren Zusagen. Ein Film kann für einen bestimmten Einsatz entwickelt werden. Wie viele Anfragen oder Bewerbungen daraus entstehen, hängt auch von Verbreitung, Angebot und weiteren Bedingungen ab.
  • Was soll sich für den Zuschauer nach dem Ansehen verändert haben?
  • Woran wollen Agentur und Endkunde später beurteilen, ob der Inhalt zum Auftrag passt?
  • Welche Handlung soll der Zuschauer anschließend ausführen können?

2. Wen sprechen Sie an und was muss hängen bleiben?

Benennen Sie die Zielgruppe möglichst konkret. Vorwissen, typische Einwände und Entscheidungssituation beeinflussen die benötigten Aussagen. „Alle potenziellen Kunden“ hilft bei der Auswahl von Interviewfragen und Motiven wenig.
Formulieren Sie eine zentrale Botschaft und ergänzen Sie die Punkte, die diese belegen. Das können reale Arbeitsabläufe, ein nachvollziehbares Produktmerkmal oder die Erfahrung eines Gesprächspartners sein. Markieren Sie Aussagen, deren Richtigkeit Ihr Endkunde noch prüfen muss.

3. Wo und in welcher Form wird der Inhalt eingesetzt?

Nennen Sie die vorgesehenen Kanäle vor der Drehplanung. Ein Film für die Website und kurze Beiträge für Social Media können unterschiedliche Anforderungen an Länge, Bildaufbau und Einstieg haben. Planen Sie benötigte Varianten deshalb früh ein.
  • Welche Website, Kampagne oder welcher Kanal ist vorgesehen?
  • Welche Filme, Fotos oder Clips werden jeweils benötigt?
  • Welche Längen und Seitenverhältnisse sind gewünscht?
  • Werden Untertitel, zusätzliche Textfassungen oder andere Ausgaben gebraucht?
Beschreiben Sie Wünsche konkret, ohne technische Lösungen vorwegnehmen zu müssen. Der Produktionspartner kann anschließend prüfen, welches Vorgehen dafür geeignet ist und welche Varianten vereinbart werden sollen.
Kopfkino-Team mit Filmklappe

Das Kopfkino-Team mit Filmklappe. Ein abgestimmtes Briefing gibt der Umsetzung eine gemeinsame Richtung.

4. Welche Unterlagen und Markenregeln liegen vor?

Übergeben Sie vorhandene Logos, Gestaltungsvorgaben, Schreibweisen und freigegebene Kernaussagen. Ergänzen Sie Referenzen mit einer kurzen Erklärung: Gefällt Ihnen die ruhige Interviewführung, der Bildausschnitt oder der Aufbau? Ein Link allein lässt zu viel Interpretationsspielraum.
Verwenden Sie eine eindeutig bezeichnete aktuelle Fassung Ihrer Unterlagen. Wenn Ihr Team ein Konzept oder eine Shotlist liefert, markieren Sie, was verbindlich ist und wo die Produktion eigene Vorschläge machen soll. Klären Sie vor der Weitergabe vertraulicher Kundenunterlagen die dafür geltenden Absprachen.

5. Was ist am Drehort tatsächlich möglich?

Geben Sie Standort, gewünschtes Zeitfenster und verfügbare Ansprechpartner an. Welche Personen sollen vor die Kamera? Welche Räume und Abläufe dürfen gezeigt werden? Wo gibt es Einschränkungen, etwa durch laufenden Betrieb, Geräusche oder sensible Bereiche?
Hilfreich sind aktuelle Informationen zum Ort und zu den vorgesehenen Motiven. Nennen Sie auch, wer Zugang und interne Abstimmung organisiert. Bei Interviews sollte klar sein, wer die Gesprächspartner vorbereitet und ihre Verfügbarkeit bestätigt. Die Produktionsplanung kann erst dann zu den tatsächlichen Bedingungen passen.

6. Wie laufen Kundenkontakt, Prüfung und Übergabe?

Schreiben Sie auf, ob die Kommunikation über Ihre Agentur läuft oder ob direkte Abstimmung mit dem Endkunden vorgesehen ist. Benennen Sie die Person, die Inhalte und zusätzliche Anforderungen verbindlich entscheiden darf.
Halten Sie fest, wer Rückmeldungen sammelt, fachliche Angaben prüft und die finale Fassung freigibt. Nennen Sie bei der gewünschten Lieferung auch besondere Anforderungen an Dateibenennung, Ablage, Rohmaterial oder Projektdateien. Solche Übergaben und die vorgesehene Nutzung werden gesondert vereinbart.

Ein konkreter Einsatz: der Einlauftrailer

Vorschaubild des GWD Einlauftrailers

GWD Einlauftrailer – ein Beispiel aus unserem Portfolio. Ein klar benannter Einsatz hilft, Tonalität, Länge und Bildsprache im Briefing einzugrenzen.

Mit „Film laden“ verbinden Sie sich mit Vimeo. Dabei werden Daten an Vimeo übertragen.

Kurze Briefing-Vorlage zum Übernehmen

Sie können diese Gliederung direkt in Ihre Projektunterlagen kopieren. Antworten Sie in Stichpunkten und kennzeichnen Sie offene Entscheidungen.
  1. Projekt und Ziel: Anlass, gewünschte Wirkung und nächster Schritt des Zuschauers.
  2. Zielgruppe und Botschaft: Vorwissen, wichtigste Aussage und verfügbare Belege.
  3. Einsatz und Ergebnisse: Kanäle, Anzahl, Länge, Formate und zusätzliche Inhalte.
  4. Vorhandene Unterlagen: Markenregeln, Konzept, Referenzen und Freigabestand.
  5. Dreh: Ort, Zeitraum, Motive, Personen und Einschränkungen.
  6. Zusammenarbeit: Auftritt, Ansprechpartner, Aufgaben und Entscheidungswege.
  7. Abnahme und Lieferung: Rückmeldungen, Freigabe, Dateien und geplante Nutzung.
  8. Rahmen: verfügbarer Budgetrahmen, gewünschte Termine und noch offene Fragen.

Häufige Fragen zum Videobriefing

Was tun wir, wenn noch kein Konzept vorliegt?

Beschreiben Sie Ziel, Zielgruppe, Einsatz und Rahmen. Damit lässt sich besprechen, welche konzeptionelle Unterstützung sinnvoll ist. Kennzeichnen Sie den Entwicklungsbedarf, damit er im vereinbarten Umfang berücksichtigt wird.

Wie ausführlich muss das Briefing sein?

So ausführlich, dass Ziel und gewünschte Ergebnisse verständlich sind. Relevante Entscheidungen helfen mehr als viele allgemeine Unternehmensinformationen. Ergänzende Unterlagen können Sie eindeutig zuordnen, statt dieselben Angaben mehrfach zu wiederholen.

Soll der Endkunde das Briefing vorher freigeben?

Inhaltliche Ziele, verbindliche Aussagen und wesentliche Anforderungen sollten mit der entscheidungsbefugten Person abgestimmt sein. Legen Sie zugleich fest, welche Fragen noch gemeinsam mit der Produktion geklärt werden. So bleibt sichtbar, worauf die Planung bereits aufbauen kann.

Vom Briefing zur Projektanfrage

Kopfkino übernimmt nach Vereinbarung Konzeption, Drehplanung, Dreh und Postproduktion für Agenturen. Einen Überblick finden Sie unter Für Agenturen. Senden Sie uns Ihr Videobriefing oder die bereits vorhandenen Angaben, damit wir den passenden Produktionsumfang besprechen können.