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Einblicke von Kopfkino

Ratgeber / Kalkulation

Videoproduktion für Agenturen kalkulieren: Welche Leistungen ins Angebot gehören

Kalkulieren Sie vom gewünschten Ergebnis aus: Welche Angaben zu Vorbereitung, Dreh, Schnitt, Ausgabe und Zusatzleistungen im Angebot stehen sollten.

Kopfkino Video GmbH4 Min. LesezeitStand
Videoschnitt am Arbeitsplatz bei Kopfkino

Einblicke in die Arbeit von Kopfkino

Kalkulieren Sie eine Videoproduktion vom vereinbarten Ergebnis aus. Ein Drehtag allein beschreibt noch nicht, welche Filme, Fotos oder Social-Media-Inhalte Ihre Agentur anschließend erhält. Ein belastbares Angebot benennt Vorbereitung, Dreh, Postproduktion, Ausgaben und Rahmenbedingungen. Es macht außerdem deutlich, wie zusätzliche Anforderungen abgestimmt werden.
Für Ihr eigenes Kundenangebot brauchen Sie deshalb mehr als eine Gesamtsumme des Produktionspartners. Die folgende Struktur hilft Ihnen, Leistungen zu vergleichen und offene Positionen vor der Beauftragung zu klären.

Visuell erklärt

Ein Angebot aus fünf Bausteinen

Kalkulieren Sie vom gewünschten Ergebnis aus. Klare Bausteine zeigen, was enthalten ist und was noch abgestimmt werden muss.

  1. Vorbereitung

    Konzept, Unterlagen, Drehplanung und Projektleitung.

  2. Produktion

    Drehorte, Motive, Team und verfügbare Zeitfenster.

  3. Postproduktion

    Schnitt, Ton, Gestaltung und gebündeltes Feedback.

  4. Ausgaben

    Anzahl, Länge, Seitenverhältnisse und Versionen.

  5. Rahmen

    Nutzung, Übergabe und Umgang mit Zusatzanforderungen.

Beginnen Sie mit der Ergebnisliste

Beschreiben Sie zuerst, was am Ende geliefert werden soll: etwa ein Unternehmensfilm, eine Produktdarstellung, Kundenstimmen oder Inhalte für Social Media. Auch bei einem Event- oder Recruitingprojekt ist der konkrete Lieferumfang entscheidend. Dazu gehören Anzahl, ungefähre Länge, vorgesehene Kanäle und benötigte Seitenverhältnisse. Werden neben dem Hauptfilm kurze Fassungen, Fotos oder einzelne Social-Media-Clips gebraucht, sollten diese Ergebnisse einzeln erkennbar sein.
Vermeiden Sie Begriffe wie „Social Content“ als einzige Leistungsbeschreibung. Dahinter können sehr unterschiedliche Mengen und Bearbeitungsschritte stehen. Je konkreter die Ergebnisliste, desto besser können Sie prüfen, ob zwei Angebote tatsächlich denselben Auftrag abbilden.

Diese fünf Bereiche gehören in die Kalkulation

1. Konzeption und Vorbereitung

Klären Sie, welche Unterlagen Ihre Agentur bereits liefert und was die Produktion erarbeitet. Ein freigegebenes Konzept ist eine andere Ausgangslage als eine erste Idee. Je nach Projekt sind inhaltliche Abstimmung, Interviewvorbereitung und Drehplanung zu berücksichtigen.
Notieren Sie die Zuständigkeiten: Wer sammelt Markenunterlagen, wer organisiert die Gesprächspartner und wer prüft die geplanten Aussagen? Auch Ihre eigene Projektleitung benötigt Zeit, die in Ihrem Kundenangebot berücksichtigt werden sollte.
Gemeinsame Planung am Bildschirm bei Kopfkino

Planung am Bildschirm bei Kopfkino. Eine konkrete Ergebnisliste schafft die Basis für die Kalkulation.

2. Produktion vor Ort

Beschreiben Sie Drehort, geplante Motive und verfügbare Zeitfenster. Mehrere Gesprächspartner, räumlich getrennte Bereiche oder ein zweiter Standort verändern die Planung. Fragen Sie, welche Besetzung und welches technische Vorgehen der Produktionspartner für diese Anforderungen vorsieht.
Benennen Sie organisatorische Voraussetzungen. Wenn ein Produktionsbereich nur zu bestimmten Zeiten zugänglich ist oder Mitarbeitende lediglich kurze Zeit zur Verfügung stehen, muss das vor der Kalkulation bekannt sein. Verschiebungen und Ausfälle sollten nach den vereinbarten Bedingungen behandelt werden.

3. Postproduktion und Rückmeldungen

Welche Bearbeitung ist enthalten? Wie werden Musik und weitere Inhalte ausgewählt? Wer prüft Namen, Texte und fachliche Aussagen? Halten Sie auch fest, welche Rückmeldungen in welcher Form vorgesehen sind und wann eine Änderung den vereinbarten Umfang erweitert.
Eine Korrektur und eine neue inhaltliche Richtung sind unterschiedliche Aufgaben. Wenn Ihre Agentur nach dem Dreh eine andere Botschaft oder zusätzliche Fassungen wünscht, sollte der mögliche Mehraufwand besprochen werden. Unterstellen Sie keine unbegrenzten Korrekturen.

4. Ausgaben und zusätzliche Dateien

Vereinbaren Sie Anzahl und Art der fertigen Dateien. Ein zusätzlicher Ausschnitt kann mehr Arbeit erfordern als ein weiterer Export, etwa wenn Bildaufbau, Textposition oder Erzählung angepasst werden müssen. Untertitel und weitere Sprachfassungen sind ebenfalls konkret zu benennen, falls Sie sie benötigen.
Rohmaterial und Projektdateien sind eigene Übergabepunkte. Fragen Sie nach dem möglichen Umfang und den Bedingungen, statt ihre Lieferung vorauszusetzen. Die Übergabe einer Datei beantwortet außerdem noch nicht alle Fragen zu ihrer weiteren Nutzung.

5. Reiseaufwand und Nutzung

Lassen Sie Anreise und mögliche weitere projektbezogene Ausgaben im Angebot ausweisen oder nachvollziehbar beschreiben. Nennen Sie die geplanten Einsatzorte und Kanäle des fertigen Inhalts. Die dafür benötigten Nutzungsrechte, eingebundene Musik und eine mögliche Referenznennung sollten zum Projekt passen und ausdrücklich abgestimmt sein.

Vorlage: Diese Angaben können Sie ins Angebot übernehmen

Nutzen Sie folgende Punkte als Gliederung und füllen Sie sie mit den tatsächlich vereinbarten Leistungen.
  • Ziel und Ergebnisse: Zweck, Zielgruppe, Anzahl der Inhalte, Länge und Formate.
  • Vorbereitung: vorhandene Unterlagen, noch zu erarbeitende Inhalte und Verantwortliche.
  • Dreh: Standort, Zeitfenster, Motive, Personen und organisatorische Voraussetzungen.
  • Bearbeitung: vereinbarte Postproduktion, Prüfung, Rückmeldungen und Freigabe.
  • Lieferung: fertige Dateien und ausdrücklich vereinbarte zusätzliche Übergaben.
  • Weitere Bedingungen: Reiseaufwand, geplante Nutzung, Termine und Umgang mit Zusatzanforderungen.

Häufige Fragen zur Kalkulation

Ist der günstigste Drehtag auch das günstigste Angebot?

Das lässt sich erst anhand desselben Leistungsumfangs beurteilen. Prüfen Sie, ob Vorbereitung, Bearbeitung und benötigte Ausgaben enthalten sind. Eine niedrigere Einzelposition sagt wenig über die Gesamtkosten Ihres Kundenprojekts aus.

Wie kalkulieren wir unseren eigenen Agenturpreis?

Ergänzen Sie zu den eingekauften Leistungen Ihre eigenen Aufgaben, etwa Kundenberatung, Konzeption, Projektsteuerung und Abnahme. Wie Sie diese Leistungen bepreisen und welchen wirtschaftlichen Rahmen Sie benötigen, hängt von Ihrem Geschäftsmodell ab. Einen allgemeingültigen Agenturaufschlag gibt es für diese Kalkulation nicht.

Wie gehen wir mit noch offenen Anforderungen um?

Kennzeichnen Sie diese ausdrücklich. Lassen Sie den Produktionspartner erläutern, auf welchen Annahmen sein Angebot beruht. Wird eine Annahme später geändert, prüfen Sie die Auswirkungen auf Umfang, Kosten und Zeitplan gemeinsam, bevor die zusätzliche Leistung umgesetzt wird.

Ein Angebot für Ihr konkretes Projekt

Kopfkino unterstützt Agenturen mit vereinbarten Leistungen aus Konzeption, Dreh und Postproduktion sowie Film, Foto und Social Content. Den passenden Umfang legen wir anhand Ihrer Anforderungen fest. Auf der Seite Für Agenturen finden Sie den Überblick.
Senden Sie uns Ihre Projektanfrage mit Drehort, Zeitraum und gewünschten Ergebnissen. Damit können wir die offenen Punkte Ihres Produktionsangebots konkret besprechen.